Münster - „Wer die Mutter schlägt, trifft auch das Kind“, sagt der Arbeitskreis Häusliche Gewalt der Kommunalen Gesundheitskonferenz Münster. Er lädt am 13. März von 9 bis 15.30 Uhr ins Rathaus und Stadtweinhaus zu einer interdisziplinären Fachtagung ein. Sie widmet sich Kindern, die in Gewaltbeziehungen leben und tagtäglich unter dem Druck und der Angst vor Gewalt stehen.
Nach 2006 und 2008 ist dies der dritte Fachtag in der Reihe „Diagnose: Häusliche Gewalt“. Jeweils über 200 Experten haben sich bei den zurückliegenden Tagungen mit Auswirkungen von Häuslicher Gewalt befasst und an Netzwerken geknüpft.
Verschiedene Institutionen in Münster pflegen auf vielen Ebenen bereits einen intensiven Austausch, heißt es in einer Pressemitteilung. Gleichwohl werde die Tagung Gelegenheit bieten, die Problematik aus anderen Blickwinkeln zu beleuchten und Vernetzung in neuen Zusammenhängen zu denken und zu gestalten.
Diesmal geht es um die Traumatisierung von Kindern durch Miterleben von Partnergewalt. „Dass Kinder darunter leiden, ist mittlerweile unumstritten. Dennoch werden die Folgen für das weitere Leben dieser Kinder oftmals unterschätzt“, stellt Dr. Claudia Schüngel, Oberärztin der LWL-Klinik klar.
Weiter heißt es, dass häusliche Gewalt kein Randgruppen-Phänomen ist, sich vielmehr - statistisch belegt - im Querschnitt der gesamten Gesellschaft findet.
Die Tagung richtet sich an alle Berufsgruppen, die mittelbar oder unmittelbar mit Häuslicher Gewalt konfrontiert werden können. An die Fachtagung schließt sich ein Benefizabend mit den Kabarettisten Funke und Rüther an.
Anmeldungen für die Tagung nimmt die Volkshochschule entgegen. Karten für den Benefizabend gibt es ebenfalls bei der VHS und im Frauenbüro der Stadt im Stadthaus


